Salz – ab wann es schädlich ist

Salz

Salz, auch bekannt als Natriumchlorid, lässt den Menschen süchtig werden. So haben viele das Gefühl, dass ihr Essen ohne Salz fad schmeckt. Salz gilt nicht umsonst als einer der wichtigsten Geschmacksgeber. Das liegt allerdings weniger an dem Eigengeschmack, sondern daran, dass oftmals falsch gekocht wird. Und auch die Evolution spielt uns einen Streich. Weil früher Salz Mangelware war, schüttet der Körper beim Konsum Glückshormone aus. Das ist gefährlich, denn Salz steht heute in rauen Mengen zur Verfügung und wird gerne konsumiert. Dabei ist zu viel Salz gerade für Ältere und vorerkrankte Menschen ein Risiko.

Gefahren von Salz

Wer zu viel Salz zu sich nimmt, hat ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Grund soll sein, dass durch das Salz im Körper zu große Mengen Wasser eingelagert werden und das Herz infolge Probleme habe, gegen diesen Widerstand Blut pumpen zu können. Ein Anstieg des Blutdrucks ist die Folge.
Die empfohlene Menge Salz am Tag beträgt fünf bis sechs Gramm. Besonders die Deutschen nehmen laut einer Studie viel zu viel Salz zu sich. Viele Männer konsumieren täglich mehr als die doppelte Menge Salz.
Besonders gefährlich bei älteren Menschen: Salz schadet auch dem Immunsystem und kann für eine schlechte Wundheilung sorgen.

Wo überall Salz enthalten ist

Salz wird überwiegend versteckt durch den Konsum bestimmter Lebensmittel aufgenommen. Wurst, Käse, Brot und vor allem Fertiggerichte enthalten zu viel Salz.
Durch Aufklärungsarbeit mit verschiedenen Herstellern wird versucht, den Salzanteil in Lebensmitteln zu verringern. Dennoch sollte der Salzkonsum, insbesondere bei Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Schlaganfall- oder Herzinfarktrisiko haben, im Auge behalten werden.

Vorsicht

Allerdings darf eine Salz-Diät nicht zu streng sein. Zu wenig Salz schadet der Gesundheit, da dann der Körper Hormone ausschüttet, die vor allem den Blutdruck erhöhen.
Außerdem führt eine zu geringe Salzmenge dazu, dass das Durstgefühl des Körpers gestoppt wird und er langsam austrocknen kann. Insbesondere bei älteren Menschen, die oft zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, sollte die Salzmenge deshalb im Auge behalten werden.

Studien werden häufig in Frage gestellt

Einige der Studien, die sich mit den Auswirkungen des Salzgehaltes befassen, werden angezweifelt. Auch der Einfluss auf den Blutdruck wird dabei vermehrt in Frage gestellt. Einig sind sich die Forscher allerdings dabei, dass bei Personen, die zu Blutdruckproblemen, Nierenfunktionsstörungen oder Leberzirrhosen neigen, der Salzkonsum beachtet werden muss.
So empfiehlt es sich für Personen, die gewisse Vorerkrankungen mitbringen – wie es bei Senioren oder anderen pflegebedürftigen Personen häufig der Fall ist – trotz dem Zweifel an den Studien, auf den Salzkonsum zu achten.

Wie der Salzanteil möglichst gering gehalten werden kann

Wie bereits zuvor erwähnt, eignen sich Fertigprodukte nicht für eine salzarme Ernährung. Wer frisch kocht und die Finger von Fertigprodukten lässt, hat bereits einen ersten wichtigen Schritt getan. Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, Magerquark oder Joghurt enthalten ebenfalls wenig Salz. Die Zunahme von pflanzlichen Lebensmitteln kann außerdem positiv sein.
Wer für die Ernährung eines anderen zuständig ist und Angst hat, sogar zu streng mit der Salzdiät zu sein, braucht sich aber keine Sorgen machen. In Brot und Milchprodukten ist genug Salz enthalten.


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