Zuschüsse

Für die Beschäftigung einer 24-Stunden-Betreuungskraft können verschiedene Zuschüsse in Anspruch genommen werden.

Im Folgenden finden Sie dazu eine Auflistung und eine kurze Beschreibung von verschiedenen  finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten.
Die angegebenen Zahlen orientieren sich an allgemeinen Veröffentlichungen.

 

Über  jeden Zuschuss wird individuell entschieden.
Für die Ermittlung der jeweils persönlichen finanziellen Unterstützung wenden Sie sich daher bitte an die entsprechend zuständigen Beratungsstellen.

 

 

Steuer-Vorteile

Leistungen von 24-Stunden--Haushaltshilfen können als haushaltsnahe Dienstleistungen steuermindernd bei der Steuererklärung gelten gemacht werden.

Eine qualifizierte Beratung bei einem Steuerberater ist empfehlenswert.

 

 

Haushaltshilfe im Krankenfall

Die Leistungen einer Haushaltshilfe können unter bestimmten Voraussetzungen  von verschiedenen Versicherungen finanziell gefördert werden.

Das gilt insbesondere bei einem krankheitsbedingten Ausfall der haushaltsführenden Person, vor allem wenn ein minderjähriges Kind zu betreuen ist.

Bei gesundheitlichen Problemen in der Schwangerschaft kann ein Arzt bei allen Krankenkassen eine Haushaltshilfe verordnen, auch wenn kein weiteres Kind im Haushalt lebt.

Begutachtet wird der Unterstützungsbedarf üblicherweise vom medizinischen Dienst der jeweiligen Krankenversicherung.

Da die Angebote unterschiedlich geregelt sind, ist eine Rücksprache mit den jeweiligen Versicherungen immer notwendig.

Dabei können  Krankenversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung oder die Sozialhilfe Ansprechpartner sein.

 

 

 

Zuschüsse zum Rentenbeitrag

 

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Unterstützungen für Pflegebedürftige

 

Pflegebedürftige erhalten für die häusliche und/oder stationäre Pflege Leistungen aus der Pflegeversicherung.

 

Verbesserte Leistungen ab 2017

 

Um Leistungen beziehen zu können muss ein Antrag bei der  Pflegekasse gestellt werden.

Für eine entsprechende Einstufung erfolgt eine Untersuchung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).

Ab 1. Januar 2017 erhalten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mehr Hilfe und verbesserte Leistungen von der Pflegeversicherung.
Zu den maßgeblichsten Änderungen zählen ein verbessertes Begutachtungssystem
sowie die Umstellung auf fünf Pflegegrade statt der bisherigen drei Pflegestufen.

 

 

PflegestufePflegegrad20162017
 1*
0 (mit Demenz)
I (ohne Demenz)
2123 €
244 €
316 €
I (mit Demenz)
II (ohne Demenz)
3316 €
458 €
545 €
II (mit Demenz)
III (ohne Demenz)
4545 €
728 €
728 €
III (mit Demenz)
Härtefall
5728 €
901 €

Pflegegeld für eine Betreuung zu Hause

 

Wird die häusliche Pflege von einer zum Beispiel von uns vermittelten Betreuungskraft oder von einem Angehörigen übernommen, hat man ein Anrecht auf ein Pflegegeld. Die Höhe des Pflegegeldes ist abhängig von dem individuell ermittelten Pflegegrad

Pflegesachleistungen für den Einsatz von ambulanten Pflegediensten

Die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienstes wird über Pflegesachleistungen finanziell abgegolten.

Pflegedienste die einen Vertrag mit der jeweiligen Pflegekasse abgeschlossen haben, können Ihre Leistungen direkt mit der Pflegekasse abrechnen.

Kombinationsleistung

Pflegegeld und Pflegesachleistungen können auch miteinander in verschiedener Weise kombiniert werden.

 

 

Zusätzliche Leistungen können beantragt werden

 

Pflegehilfsmittel

 

Regelmäßig notwendige Verbrauchs-Produkte für die Pflege von Bedürftigen sind Pflegehilfsmittel.
Dazu zählen zum Beispiel Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen.

Pflegebedürftige haben Anspruch auf eine finanzielle Untertützung für notwendige Pflegehilfsmittel. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite "Pflegehilfsmittel".

 

Wohnungsanpassung

 

Um die häusliche Pflege zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen,  beteiligt sich die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen an bedarfsgerechten Umbaumaßnahmen in der Wohnung.
Dazu zählen zum Beispiel ein behindertengerechter Badezimmerumbau, der Einbau eines Treppenlifts oder Verbreiterung von Türen für Rollstuhlfahrer.

Der Zuschuss kann bis zu 4.000 Euro je Maßnahme betragen.

Betreuungs- und Entlastungsleistungen für pflegende Angehörige

 

Wird ein Angehöriger zu Hause gepflegt, gibt es neben den Pflegesachleistungen beziehungsweise dem Pflegegeld einen zusätzlichen monatlichen Betreuungs- und Entlastungsbetrag.
Bei altersverwirrten, demenzkranken, geistig behinderten oder psychisch kranken Menschen, die einen besonders hohen Bedarf an Betreuung haben, erhöht sich der Betrag.

Der Betrag ist zweckgebunden und kann für folgende Leistungen eingesetzt werden:

  • Tages- und Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Besondere Angebote zur Betreuung oder hauswirtschaftlichen Versorgung
  • Nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote, wie familienentlastende Dienste oder Betreuungsgruppen für Demenzkranke  

Die Kosten werden nach Vorlage der Rechnungen erstattet.
Beträge für in einem Jahr nicht in Anspruch genommene Leistungen, können in das nächste Kalenderhalbjahr übertragen werden.

(Quelle: AOK-Die Gesundheitskasse)

 

Verhinderungspflegegeld

 

Wenn Angehörige die Pflege vorübergehend aus bestimmten Gründen nicht ausführen können, kann Verhinderungspflege beantragt und gewährt werden.

Gründe hierfür können zum Beispiel Krankheit oder Urlaub sein.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die Ersatzpflege bis zu sechs Wochen (42 Tage) je Kalenderjahr.

 

Kurzzeitpflege

 

Zusätzlich zur Verhinderungspflege kann Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden, wenn die Betreuung  in einer vollstationären Einrichtung durchgeführt wird.

Für die Beanspruchung der Kurzzeitpflege werden 2017  bis zu 1.612 € von der Pflegekasse übernommen.

 

Kombinationsmöglichkeit

 

Sofern im laufenden Kalenderjahr noch keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wurde, können  50 Prozent des Leistungsbetrages (bis zu 806 Euro) für die Verhinderungspflege bei der Pflegekasse beantragt werden kann.  

Durch diese Kombination der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege kann sich der zur Verfügung gestellte Zuschuss auf 2.418 Euro erhöhen.

Ausführliche Informationen über die Beantragung und Abrechnung von Zuschüssen erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse
oder bei einem unabhängigen Pflegeberater.

 

Auf einen Blick: Zuschüsse ab 2017

Übersicht über wesentliche Zuschüsse, abhängig von den jeweiligen Pflegegraden

Leistung

Pflege-
grad 1

Pflege-
grad 2

Pflege-
grad 3

Pflege-
grad 4

Pflege-
grad 5

Pflegegeld

---

316 €

545 €

728 €

901 €

 

 

 

 

 

 

Pflegesach-
leistung

---*

689 €

1.298 €

1.612 €

1.995 €

Teilstationäre
Pflege

---*

689 €

1.298 €

1.612 €

1.995 €

Entlastungs-
betrag

125 €

125 €

125 €

125 €

125 €

Kurzzeitpflege,
jährlich

---*

1.612 €

1.612 €

1.612 €

1.612 €

Verhinderungs-
pflege, jährlich

---

1.612 €

1.612 €

1.612 €

1.612 €

zum Verbrauch
bestimmte
Pflegehilfsmittel

40 €

40 €

40 €

40 €

40 €

Vollstationäre
Pflegeleistungen

125 €

770 €

1.262 €

1.775 €

2.005 €

Quelle: AOK  - Die Gesundheitskasse.

 

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer Seite "Pflegegrade".

 

Informationen im Internet:

Viele Informationen wurden von folgenden Internetseiten übernommen:

 Beta-Institut  (gemeinnütziges Institut, das Sozialrecht verständlich macht): 

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Haushaltshilfe-172.html

 AOK - Die Gesundheitskasse:  

https://www.aok.de/pflege/leistungen-und-pflegemoeglichkeiten

 Barmer GEK:

https://www.barmer-gek.de/leistungen-beratung