Chronische Schmerzen können gelindert werden

Chronische Schmerzen sind eine deutliche Beeinträchtigung im Alltag. Wenn bei jeder Bewegung und jedem Atemzug Schmerzen entstehen, ist die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt. Mediziner sprechen von chronischen Schmerzen, wenn diese seit mehr als drei Monaten durchgehend bestehen oder regelmäßig auftreten. Der menschliche Körper besitzt den Ausdruck des Schmerzes als Alarmsignal. Ist dieser Schmerz chronisch, so ist dies jedoch die eigentliche Krankheit. Die anfängliche Ursache ist häufig gar nicht mehr ausschlaggebend. Das dauerhafte Schmerzsyndrom entsteht dadurch, dass bei einer Krankheit die Nervenzellen über einen längeren Zeitraum belastet wurden und sie hierdurch immer stärker auf Reize reagieren. Es kann passieren, dass die Nerven bei einer einfachen Hautberührung einen Schmerz anzeigen oder dass sie von selbst ohne erkennbaren Grund Schmerzsignale senden.

Ursachen nach Kategorie

Die Ursachen für chronische Schmerzen sind in vielen Fällen schwer zu bestimmen, doch existieren drei Kategorien, wodurch sie entstehen können. Eine dieser Kategorien ist die der psychischen Erkrankungen. Chronische Schmerzen werden in diesem Fall durch Depressionen, Ängste oder Traumata ausgelöst. Eine zweite Kategorie beschreibt die Schmerzen, die körperlich bedingt sind, durch die Psyche aber verstärkt werden. Hierzu zählen beispielsweise Rückenschmerzen, die auf das Bein ausstrahlen und durch eine Angststörung verstärkt werden. Zur dritten Kategorie gehören chronische Schmerzen, die als Begleitsymptom anderer Krankheiten auftreten, wie etwa beim Rheuma. Außerdem fallen Störungen am Nervensystem und sogenannte Phantomschmerzen in diese Schmerzgattung. Chronische Schmerzen treten häufig als Kopfschmerz, Rückenschmerz, Muskelschmerz oder Gelenkschmerz auf.

Behandlung beim Arzt

Chronische Schmerzen sind ein deutlicher Grund dafür, einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird zunächst versuchen, die Krankheitsgeschichte des Patienten aufzuarbeiten, um die Ursache der chronischen Schmerzen festzustellen. Die Fragen nach dem Schmerzcharakter, der Schmerzlokalisierung, der Schmerzintensität und der Schmerzdauer werden dabei erörtert. Außerdem fragt der Arzt nach vergangenen Erkrankungen, die die Ursache des Schmerzes sein könnten, sowie nach Begleiterscheinungen, die vom Körper ausgesendet werden. Wichtig ist auch, ob der Patient einer psychischen Belastung ausgesetzt ist, weil beispielsweise im sozialen Umfeld eine Änderung stattgefunden hat. Im Anschluss erfolgt eine ausgiebige körperliche Untersuchung, damit die Schmerzursache entdeckt werden kann. Da chronische Schmerzen häufig nicht vollständig behandelbar sind, wird der Arzt je nach Schmerzart ein Abklingen einleiten. Dies geschieht über Schmerzmittel, Massagen, Sport oder Krankengymnastik.

Chronischen Schmerz selbst bekämpfen

Damit die Lebensqualität wieder erhöht werden kann, sind Patienten in der Lage selbst für eine Schmerzlinderung zu sorgen. In erster Linie seien dabei die Entspannungstechniken genannt. Betroffene können über Yoga und autogenes Training lernen, die Schmerzwahrnehmung zu verringern. Außerdem wird hierdurch die Selbstheilungsstärke im Körper gesteigert. Eine zweite Möglichkeit sind die alternativen Heilverfahren, die lokal an der Stelle der Schmerzen zur Anwendung kommen. Hierzu zählen Akupunkturen, Reflextherapien, Akupressuren und die Osteopathie. Diese Methoden können Patienten unabhängig vom Arzt selbst bei einem spezialisierten Therapeuten in Anspruch nehmen.

Lesen Sie hierzu auch Schmerzen bei Demenz erkennen.


weitere Blog-Beiträge:

«

»