Asthma im Alter

Asthma im Alter

Ältere Menschen haben ein viel höheres Risiko, an Asthma zu erkranken als jüngere Personen. Oftmals wird es nicht rechtzeitig erkannt oder unzureichend behandelt. Nachfolgend werden typische Symptome erläutert, auf die Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen achten sollten.

Was bedeutet Asthma?

Die Atemwegserkrankung Asthma geht mit anfallartigen Verengungen der Atemwege einher. Sie reagieren bei Asthmatikern auf gewisse Reize wie Allergene, Anstrengung, Kälte oder eine verkehrsbedingte Umweltverschmutzung überempfindlich, wodurch sich die Bronchien verengen. Die eingeatmete Luft kann in diesem Fall nicht mehr richtig ausgeatmet werden, sodass es zur Atemnot kommt. Aus der Ruhe heraus sind die Asthmaanfälle ebenso möglich. Daneben gibt es zum Teil aber auch komplett symptomfreie Phasen.

Asthma – welche Symptome treten auf?

Zu den typischen Beschwerden gehört Reizhusten. Dabei treten die Hustenanfälle vor allem nachts auf. Es ist möglich, dass ein glasiger, zäher Schleim abgehustet wird. Beim Ausatmen können pfeifende Geräusche zu hören sein. Viele Erkrankte verspüren zudem in der Brust ein Engegefühl, eine erschwerte Atmung und Atemnot. Daneben können Herzjagen, Erschöpfung, Angst, und Unruhe auftreten. Auch Erstickungsgefühle sind keine seltenen Symptome. Asthmatiker müssen daher immer ein Notfallspray dabei haben. Darin sind Wirkstoffe enthalten, die die Atemwege im akuten Fall weiten. Die Beschwerden können jederzeit auftreten, doch vor allem nachts und am frühen Morgen sind sie zu beobachten.

Unterschied Reizhusten und Asthma – wie erfolgen die Diagnose und Behandlung?

Bei Asthmahusten ist der Reizhusten schwer zu stillen und kann anfallartig auftreten, oft in besonderen Situationen wie nachts, bei körperlicher Anstrengung oder einem Temperaturwechsel. Die ersten Symptome sind häufig relativ gering ausgeprägt. Die Diagnose wird daher bei vielen
Erkrankten erst nach einem akuten Anfall gestellt. Wenn Husten länger als einen Monat anhält, sollte stets ein Arzt aufgesucht werden. Besteht der Verdacht, dass Asthma vorliegt, ist dies unumgänglich. Wichtige Bausteine zur Sicherung der Diagnose sind:

  • sorgfältige Anamnese
  • körperliche Untersuchungen
  • eine Messung der Lungenfunktion und bronchialen Überempfindlichkeit
  • Röntgenaufnahmen

Atemwegsinfektionen müssen bei Asthmatikern medikamentös behandelt werden. Hierfür stehen dem Arzt folgende Wirkstoffgruppen zur Verfügung:

  • bronchienerweiternde Medikamente gegen die Symptome
  • entzündungshemmende Mittel zur Vorbeugung

Die Therapiemöglichkeiten sind heutzutage sehr gut, wenn der Pneumologe (Lungenfacharzt) rechtzeitig eingebunden wird und mit dem Erkrankten eine individuell abgestimmte Behandlungsstrategie entwickelt, die er konsequent verfolgt. Bei Patienten, die falsch oder nicht behandelt werden, können die Atemwege mit zunehmender Krankheitsdauer bleibenden Schaden nehmen. Die möglichen Folgen sind chronische Beschwerden. Mit einer optimalen Dauertherapie können Asthma-Anfälle und Verschlechterungsschübe weitestgehend vermieden werden. Wird ein Asthma-Anfall nicht frühzeitig oder intensiv behandelt, kann er lebensbedrohlich werden. Pflegebedürftige benötigen hierbei eventuell die Unterstützung durch Angehörige. Viele Asthmatiker berichten, dass ihnen Entspannungstechniken geholfen haben, beispielsweise autogenes Training, denn auch Stress kann akute Asthmaanfälle auslösen. Eine eventuelle Raucherentwöhnung kann den Krankheitsverlauf ebenfalls positiv beeinflussen.

Zusammenfassung

Bei Asthma sind die Atemwege aufgrund einer Überempfindlichkeit chronisch erkrankt. Dabei kommt es zur Verengung. Betroffene leiden unter Hustenanfällen, Atemnot und pfeifender Atmung. Hier hilft nur eine medikamentöse Behandlung, wobei in schwerwiegenden Fällen auch eine Krankenhausaufnahme erforderlich ist, denn besonders schwere Fälle können lebensbedrohlich sein. Pflegebedürftige oder deren Angehörige sollten die genannten Symptome daher nicht ignorieren, sondern sehr ernst nehmen. Eine Behandlung ist sehr wichtig. Dabei wird zwischen einer vorbeugenden Basistherapie als Langzeitmedikation sowie einer Akuttherapie beim Auftreten eines Asthmaanfalls unterschieden.


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