Was bedeutet Herzinsuffizienz?

Herzinsuffizienz

Unter einer Herzinsuffizienz wird eine Herzschwäche verstanden. Diese wirkt auf so manch einen vielleicht nicht besonders bedrohlich, aber ein „schwaches“ Herz kann erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Viele ältere Menschen leiden darunter. Nachfolgend wird erläutert, welche Ursachen infrage kommen, welche Symptome auftreten können und wie die Erkrankung behandelt werden kann.

Was bedeutet Herzinsuffizienz und was sind die Ursachen?

Eine Herzinsuffizienz beschreibt eine verminderte Pumpfunktion des Herzens. Der Grund ist, dass sich der Herzmuskel nicht genügend anspannt oder entspannt, da er schwach oder steif, manchmal auch beides ist. Dies kann zur mangelhaften Durchblutung führen. Eine Herzinsuffizienz kann in jedem Alter auftreten, viel häufiger jedoch bei älteren Menschen, denn Senioren neigen eher zu Erkrankungen, die zur Schädigung des Herzmuskels oder der Herzklappen führen. Die Pumpleistung des Herzens verringert sich zudem durch altersbedingte Veränderungen des Herzens. Eine der häufigsten Ursachen ist die Verkalkung der Herzkranzgefäße, wodurch der Herzmuskel unterversorgt ist. Zudem gibt es weitere Risikofaktoren für Herzerkrankungen, beispielsweise:

  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzmuskelentzündungen
  • Herzklappenfehler
  • erlittener Herzinfarkt
  • Rauchen
  • fettreiche Ernährung

Zu welchen Symptomen kann es bei einer Herzinsuffizienz kommen?

  • Luftnot bei Belastung
  • Kurzatmigkeit beim Treppensteigen
  • Herzklopfen bei körperlicher Anstrengung
  • schnelles Schwitzen, selbst bei geringer körperlicher Belastung
  • Erschöpfung
  • Leistungsminderung
  • Müdigkeit
  • Husten mit schaumigem Schleim
  • geschwollene Füße und Beine
  • vermehrter nächtlicher Harndrang

Viele Symptome treten auf, da das Herz den Körper aufgrund der Schwäche nicht ausreichend mit Blut versorgen kann. Dadurch mangelt es auch am lebenswichtigen Sauerstoff. Das Blut kann sich im Gewebe ansammeln und hier zu Stauungen führen. Üblicherweise treten die Beschwerden im Anfangsstadium erst bei größerer Belastung auf, mit Fortschreiten der Erkrankung auch in Ruhephasen. Im Endstadium der Herzinsuffizienz werden viele Erkrankte zunehmend bettlägerig und hinfällig. Sie können dann meistens nur noch beim aufrechten Sitzen ausreichend Luft bekommen, da das Herz stark geschwächt ist. Es staut sich in den Beinen und in der Lunge zunehmend Wasser und die Nierenfunktion wird immer mehr beeinträchtigt. Dadurch wird die Flüssigkeitsmenge im Blutkreislauf größer, sodass das geschwächte Herz zusätzlich belastet wird. Ein Teufelskreis entsteht und die Herzinsuffizienz verschlimmert sich noch mehr.

Wie wird die Herzinsuffizienz behandelt?

Bei entsprechenden Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch gezielte Untersuchungen eine sichere Diagnose stellen. Eine gezielte Behandlung kann in vielen Fällen das Voranschreiten der Erkrankung verhindern und somit die Prognose verbessern. In erster Linie geht es hierbei um Veränderungen der Lebensweise und die Verabreichung von Medikamenten gegen Herzinsuffizienz. Bei der Pflege einer erkrankten Person muss die individuelle Belastbarkeit herausgefunden werden. Es ist wichtig, die Anforderungen anzupassen und dem Erkrankten ausreichend Ruhe und Schlaf zu ermöglichen. Sinnvoll ist eine Hochlagerung des Oberkörpers. Zur Unterstützung der Atmung kann dies ebenso bei den Armen hilfreich sein.

Hilfe ins Haus holen

Mit fortschreitender Herzinsuffizienz kann es sein, dass die Erkrankten neben der medizinischen Versorgung bei den alltäglichen Verrichtungen, wie beispielsweise bei der Körperpflege, hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, beim Einkaufen auf fremde Hilfe angewiesen sind. Die sogenannte „24 Stunden Betreuung“ ist eine gute Alternative, dass die betroffene Person so lange wie möglich selbstbestimmt im gewohnten Umfeld wohnen bleiben können. Auch die nächtliche Anwesenheit der Betreuungskraft sorgt zusätzlich für Sicherheit.

Zusammenfassung

Bei der Herzinsuffizienz, die auch Herzleistungsschwäche genannt wird, ist das Herz der Betroffenen zu schwach, die erforderliche Pumpleistung zu erbringen, woraus eine mangelnde Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen resultiert. Es kommt insbesondere bei körperlicher Belastung zu Versorgungsengpässen. Die Herzinsuffizienz bzw. deren Symptome, die variieren können, sollten nicht ignoriert werden, denn die Erkrankung ist bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die vierthäufigste Todesursache. Die Beschwerden der Herzinsuffizienz zeigen sich bei vielen Betroffenen erst lange Zeit nach dem Beginn der Erkrankung.


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